Hannes Rockenbauch und Roland Hamm gegen S21 und für mehr Demokratie…

04. Februar 2016  Allgemein, Presseerklärungen

12695041_926052137450204_8535752216707598496_oPressemitteilung zur Veranstaltung “Zukunft mit Köpfchen”    

Risiken des Projekts Stuttgart 21

Hannes Rockenbauch und Roland Hamm gegen S21 und für mehr Demokratie, Veranstaltung der Partei DIE LINKE im Alten Postamt in Aalen. Bei der Wahlveranstaltung konnten drei linke Landtagskandidaten begrüßt werden: Hannes Rockenbauch für Stuttgart, Roland Hamm für den Wahlkreis Aalen und Alexander Relea-Linder für Schwäbisch Gmünd.


Hannes Rockenbauch, ehemaliger Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, Mitglied im Stuttgarter Stadtrat berichtete über die Zeit vor den letzten Landtagswahlen, den Hoffnungen, die Viele auf Grün gesetzt hatten, auch er selbst und bitter enttäuscht wurden. Das Ziel „Mappus muss weg“ sei erreicht worden, vor allem mit S 21-Gegnern, aber jetzt werde S 21 fast kritiklos gebaut. Rot-Grün habe sehr schnell den Stresstest für bestanden erklärt und der jetzige Zustand des Projekts sei desolat: nicht fertig geplant, z. B. wisse man nicht, wo man in den Fildern aus dem Tunnel komme, Brandschutz nicht geklärt, Bauzeitplan nicht eingehalten, Kostenexplosion und Finanzierung ungeklärt. Die Landesregierung vermeide, die Vertragsbasis aufgrund der ausufernden Kostenentwicklung für ungültig zu erklären.


Hannes Rockenbauch sieht in S 21 nicht nur ein bautechnisches Projekt sondern bezeichnet es als Finanz- und Immobilienprojekt, das eine ökologische Entwicklung, auch mit mehr Verkehr auf der Schiene, die Stuttgart und Baden- Württemberg dringend bräuchten, verhindere. Er hält den heutigen Bahnhof für leistungsfähiger als das Rückbauprojekt unter der Erde, das, einmal in Beton gegossen, nicht mehr erweitert werden könne. Ein Ausstieg, mit einer Ertüchtigung des Kopfbahnhofs sei immer noch sinnvoller, als ein Weiterbauen mit allen Mängeln und Risiken. Eine Demokratie müsse zulassen, dass falsche Entscheidungen korrigiert werden könnten. Nur mit der LINKEN im Landtag sieht Hannes Rockenbauch eine Chance, dass mit Druck an der Klärung aller offenen Fragen gearbeitet werde.


Roland Hamm wies darauf hin, dass nicht nur die Versprechungen zu S21 zerplatzt seien, sondern auch andere Wahlversprechen, z. B. zum Sozialen Wohnungsbau. Er forderte eine Politik für die Menschen und ihre Sorgen, gegen zunehmendem Reichtum Weniger bei gleichzeitiger Verarmung großer Bevölkerungsteile, auch in Baden-Württemberg.


Die mögliche Perspektive von Schwarz-Rot lasse weitere Vernachlässigungen sozialer Aufgaben befürchten. Die Hoffnung auf den Einzug der LINKEN in den Landtag wurde auch in der lebhaften Diskussion von den Anwesenden bekräftigt.


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