Linke kritisiert: Land lässt Kommunen im Stich…Gemeinderat billigt neue Stellen für Schulsozialarbeit

27. Mai 2012  Allgemein, Presseecho

133489973_736Gemeinderat billigt neue Stellen an drei Aalener Schulen

Aalen bekommt zwei weitere Stellen für Schulsozialarbeit. An der Kocherburgschule, der Uhlandrealschule und an der Greutschule werden Stellen geschaffen oder aufgestockt. Damit gibt es in der Stadt fünf Schulsozialarbeiter.

Hamm kritisiert: Kommunen werden vom Land allein gelassen!

rafael binkowski

Aalen. Es gibt mehr Geld vom Land für Schulsozialarbeit. Das führt bekanntlich zu einem Boom im Ostalbkreis. Aalen wird nun zwei weitere Stellen schaffen. Einmal an der Uhlandrealschule, hier wird die halbe Stelle auf eine ganze aufgestockt. Verstärkte Probleme mit Drogen, Alkohol und Gewalt werden hier als Grund angegeben.

Die Kocherburgschule Unterkochen bekommt eine ganze Stelle, bislang gab es hier keine. Die Stadt gibt als Grund extreme Verhaltensauffälligkeiten Einzelner an. Und an der Greutschule wird eine halbe Stelle geschaffen, hier müsse häufig Krisenintervention betrieben werden, etwa bei Kindswohlgefährdung, so die Analyse der Stadt.

So drastisch diese Beschreibungen klingen, so sind sie doch Ausfluss einer politischen Debatte im Kreis: Auf Bestreben der CDU im Kreistag mit Hilfe der Freien Wähler wurde Schulsozialarbeit stärker auf soziale Brennpunkte begrenzt, daher muss jede einzelne Stelle gut begründet werden.

Insgesamt hat Aalen künftig fünf Stellen, weiterhin gibt es an der Schillerschule eine ganze, und je eine halbe an der Hofherrnschule, der Karl-Kessler-Realschule und der Talschule. Mehrkosten für die Stadt sind rund 15 000 Euro.

Im Aalener Gemeinderat fand dieser Vorschlag viel Anklang. Günther Höschle (CDU) bezeichnete die Schulsozialarbeit als „gesellschaftlich wichtig“, Ralf Meiser (SPD) fand zwei Stellen gar zu wenig. OB Martin Gerlach und Bernhard Ritter (FDP/FW) sagten, das sei eine Aufgabe des Landes. Roland Hamm (Linke/Pro Aalen) stimmte den beiden zu: „Die Kommunen werden alleine gelassen.“

© Schwäbische Post 27.05.2012


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